Pressemitteilungen
22.04.2009
PROvendis stellt Spitzentechnologien aus den Hochschulen des Landes auf BioVaria vor
Stressresistente Pflanzen, Medizintransporter im Körper & mehr
22.04.2009 – PROvendis ist Partner der BioVaria am 8. Mai 2009 in München. Auf der biopharmazeutischen Konferenz und Ausstellung präsentieren Wissenschaftler und Innovationsmanager aus ganz Deutschland 50 patentgeschützte Technologien aus Univer-sitäten und Forschungsinstituten. Die Themen reichen dabei von Agrarbiotechnologie über Arzneimitteltransport bis hin zur Diagnose und Therapie verschiedenster Krankheiten.
Ziel der BioVaria ist es, Auslizenzierungen und Kooperationen im frühen kommerziellen Entwicklungsstadium zu initiieren. In kurzen Vorträgen und durch Posterpräsentationen werden die Innovationen vorgestellt. Dabei besteht die Möglichkeit zum Austausch mit Erfindern und Innovationsmanagern.
PROvendis kommt mit schutzrechtlich gesicherten Erfindungen für Diagnostik, Therapie und Arzneimittelforschung sowie biotechnologischen Herstellungsverfahren nach München. Die Patentvermarktungsgesellschaft präsentiert zum Beispiel das diagnostische System „atypisches p-ANCA“, mit dem sich autoimmune Lebererkrankungen und andere Krankheiten nachweisen lassen. Der Vorteil des Nachweises gegenüber bisherigen Tests: Er ist sensitiver, einfach, zuverlässig und zeitsparend und damit für die Routinediagnostik geeignet.
Vorgestellt wird auch ein neues Therapieverfahren: Die sogenannten Nanocarrier sind Kunststoffverbindungen mit baumkronenartiger Struktur. In ihre verzweigten Strukturen können alle möglichen Stoffe eingekapselt, transportiert und nach vorher eingestellten Kriterien (z.B. pH-Wert) gezielt wieder freigegeben werden. Daher sind Nanocarrier als universelle Transportsysteme für pharmazeutische Wirkstoffe, Katalysatoren oder Farbstoffe einsetzbar. Ein Beispiel ist der Transport von Medikamenten in der Chemotherapie, die selektiv nur im Tumor freigesetzt werden und den übrigen Organismus somit nicht belasten.
„Sigmagos“ sind potenzielle Wirkstoffe, die einen bestimmten Typ von Rezeptor aktivieren, der besonders im Gehirn vorkommt. (Rezeptoren sind Anbindungsstellen im Organismus für spezifische Reize oder Stoffe und Auslöser darauf beruhender Folgereaktionen.) „Sigmagos“ könnten bei der Therapie neurodegenerativer Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson zum Einsatz kommen. Studien mit ähnlichen Substanzen haben bereits gezeigt, dass durch die Rezeptoraktivierung verschiedene Gehirnfunktionen wie Lernen und Gedächtnis, Wahrnehmung und Gemütslage beeinflussbar sind.
Die „FTO-Maus“ ermöglicht ganz neue Möglichkeiten, die molekularen Ursachen der Fettleibigkeit zu verstehen. Entsprechend eröffnen sich neue Ansätze, das wachsende Problem der Fettleibigkeit und damit verbundener Krankheiten wie Diabetes oder Gefäßleiden zu behandeln. In der FTO-Maus wurde das FTO-Gen, welches mit dem Fettsäurestoffwechsel in Verbindung gebracht wird, gezielt ausgeschaltet. Die Maus könnte z.B. beim Wirkstoff-Screening für FTO modifizierende Substanzen eingesetzt werden.
Mit „EukaResist“ stellt PROvendis eine Pflanze vor, die durch die Überproduktion eines spezifischen Enzyms stressresistent ist. Durch den Einsatz von RNAi-Technologie (Mechanismus in eukaryotischen Zellen, der die Genexpression einzelner Gene hemmt) ist die Pflanze resistenter gegenüber Hitze, Kälte und Krankheitserregern ohne dabei an Wachstum einzubüßen.
Mit „HypoPlant“ präsentiert PROvendis eine Pflanze, die als pflanzliches Nahrungsmittel für Allergiker geeignet (hypoallergen) sein könnte. Mit der Erfindung sind durch die Produktion hypoallergener Proteine verträgliche pharmazeutische Wirkstoffe kostengünstig in großem Maßstab herstellbar.
Außerdem vermarktet PROvendis ein 3D-Hautmodell: Mit dem dreidimensionalen in-vitro Modell der menschlichen Haut werden durch eine einzige Genveränderung verursachte Keratinisierungsstö-rungen, also Störungen in der Bildung der Barrierefunktion der Haut oder abnorme Hornhautbildung, simuliert. Das Modell ist in der Lage, die Barrierefunktion der Haut und die Reaktion der unterschiedlichen Hautzellen nachzuahmen, die bei dieser kranken Haut vorliegen. In normalen Hautmodellen, die die Situation in der gesunden Haut wiedergeben, ist das nicht möglich. Das 3D-Modell könnte daher als Alternative zu Tierversuchen für Wirksamkeitsstudien, Verträglichkeitstests und für Wirkstoff-Screenings in der Pharma- und Kosmetikindustrie eingesetzt werden.
Neben PROvendis präsentieren auf der von Ascenion veranstalteten biopharmazeutischen Konferenz die Bayerische Patentallianz, das Deutsche Krebsforschungszentrum, das EMBLEM, der Frauenhofer Verbund Life sciences, die IP-Bewertungs-AG, Max-Planck-Innovation, Medigate und National Genome Research Net Technologien.
Pressekontakt:
PROvendis GmbH
Katja Stiegel
Tel.: 0208-94105 0
E-Mail: presse@provendis.info
PROvendis GmbH
PROvendis ist die Patentvermarktungsgesellschaft von 23 Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Als ein wichtiges Bindeglied zwischen Hochschulen und Wirtschaft begleitet PROvendis die Erfinder von der Idee über die Bewertung und Patentierung bis hin zur professionellen Verwertung ihrer Innovationen. Ziel ist es, das Innovationspotenzial der Hochschulen und Forschungseinrichtungen wirtschaftlich auszuschöpfen durch den Transfer des Wissens in Unternehmen.
Weitere Informationen zu PROvendis: www.provendis.info
PROvendis wird gefördert durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWFT- http://www.innovation.nrw.de/ ). Des Weiteren ist PROvendis gefördert durch die Initiative SIGNO - http://www.signo-deutschland.de/. Dabei steht SIGNO für den Schutz von Ideen für die Gewerbliche Nutzung. Es handelt sich um ein Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi - http://www.bmwi.de/ ) zur Unterstützung von Hochschulen, Unternehmen und freien Erfindern bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Verwertung innovativer Ideen.
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Quelle:
PROvendis GmbH
